Freitag, 10. April 2015

Endlich Frühling!

Bunte Primeln im Beet © Heike Nedo
Endlich Frühling - dem Gärtner juckt es in den Fingern. Mir auch - und es geht hinaus. 

Kleine Gänseblümchen vor Narzissen - ein schönes Bild.  © Heike Nedo



Wie baut man Sellerie an?

Sellerie braucht vom Korn bis zum kleinen Pflänzchen eine Weile. Das frostempfindliche Gemüse muss im Warmen vorgezogen werden. Zum Glück kann man sich die Pflanzen auch beim Gärtner kaufen. Und dann sind da noch die Unterschiede der drei möglichen Sorten: Knollen-, Stauden- und Schnittsellerie. Werden sie im Garten verschieden behandelt? Antworten dazu finden Sie in folgendem Artikel:


In Scheiben schneiden, panieren, braten - lecker! @ H. Nedo

Donnerstag, 8. Januar 2015

Honig-Portal zum Stöbern

Bienenwabe - oben Honig - mittig das Brutnest - © H. Nedo

Webseiten über Bienen und Imker gibt es viele. Mehr als 80 Prozent aller Bienen werden von Hobbyimkern gehalten und viele kleine Imker zeigen mit Stolz auf ihrer eigenen Webseite Ihre Bienen und natürlich auch die Honigprodukte dazu. Viel Zeit steckt in den manchmal nicht perfekt aber liebevoll gestalteten Webseiten.

Vor kurzem bin ich auf eine sehr ausführliche Webseite gestoßen: das "Honig-Portal". Ob der Imker ein Hobby- oder Berufsimker ist, weiß ich nicht. Wir kennen uns nicht und trotzdem verbindet uns alle das Gleiche: die Liebe zu Bienen. Es sind keine Kuscheltiere. Die Imkerei ist kein "Nur-mal-so-Ausprobieren"-Hobby. Zu groß sind die Aufwendungen für die notwendige Ausrüstung, zu viel Arbeit machen die Bienen (auch wenn man nur wenige Völker hat).

Wenn dazu noch die Zeit bleibt, um sein Hobby und alles, was damit verbunden ist, im Internet vorzustellen, verdient das Anerkennung. Auf der Homepage "Honig-Portal" wird viel Wissenswertes rund um Bienen, Honig und die Imkerei vorgestellt. Hier geht es um Informationen rund um den Honig, um Wissenswertes über andere
Bienenprodukte und gleichzeitig über das Leben der Bienen und all das, was ein Imker wissen sollte. Wer darüber nachdenkt, Imker zu werden kann im Portal stöbern und andere auch.

Ich selbst habe eine kleine Hobbyimkerei aber keine direkte Webseite zu meinen Bienen. Schon lange möchte ich ein solches Projekt angehen - nur fehlt mir immer die Zeit.

Somit sollte hier stellvertretend für viele andere einfach das Projekt "Honig-Portal" einmal vorgestellt werden. Danke, an alle Imker, egal ob Hobby- oder Berufsimker. Sie alle leisten einen unschätzbaren Beitrag zum Umweltschutz!




Samstag, 27. Dezember 2014

Winterjasmin

Die gelben Blüten des Winter-Jasmin (Jasminum nudiflorum) beleben jeden Wintergarten. Im Sommer würde der Strauch wohl eher vernachlässigt werden, im Winter hat er beinahe konkurrenzlos einen großen Auftritt. Die wenigen winterblühenden Sträucher verdienen mehr Beachtung als allgemein üblich. 

Winterjasmin Jasminum nudiflorum
Winterjasmin mit gelben Blüten

An den Standort stellt diese Art wenig Ansprüche. Sonnig und geschützt ist sie jedoch besser aufgehoben als an exponierter Stelle, die ständig dem Wind ausgesetzt ist. Der Boden darf kalk- und ruhig nährstoffreich sein. Winterjasmin kommt aber auch mit sandigen, ärmeren Bedingungen zurecht. Die ersten Blüten können je nach Witterung bereits im Dezember erscheinen. Da sie sich nach und nach öffnen (nicht alle auf einmal), blüht Jasminum nudiflorum bis in den April. Die langen Triebe sehen vielleicht etwas struppig aus, dafür entschädigen gelbe, der Forsythie ähnliche Blüten zu ungewohnter Zeit. Seine Triebe werden bis zu drei Meter lang und ranken nicht von allein. Es ist also ratsam, sie an ein Spalier zu heften. Oder Sie lassen Winterjasmin einfach über eine Mauer hängen. Da die Blüten an neuen Trieben erscheinen, ist ein Rückschnitt im Frühjahr nach der Blüte von Vorteil.

Neben dem gelbblütigen Winterblüher spielt im Garten der Echte Jasmin (Jasminum offizinale) als Duft-Strauch eine bedeutende Rolle. Er ist als Gewöhnlicher Jasmin bekannt. Seine Blüten erscheinen weiß. Aufgrund des Duftes wird Echter Jasmin in der Aromatherapie verwendet. Auch die Parfümindustrie weiß die Pflanze zu schätzen. 


Montag, 22. Dezember 2014

Frauenmantel Alchemilla - Blattschmuckstaude mit gelben Blütenwolken

Frauenmantel
Gewöhnlicher Frauenmantel - eine alte Heilpflanze



Der Weiche Frauenmantel (Alchemilla mollis) ist die häufigste im Garten gepflanzte Art der Gattung Alchemilla. Sie zählt zu den Rosengewächsen. Die 40 bis 60 Zentimeter hohe Staude liebt Sonne, kommt aber auch gut im Schatten zurecht. Wichtig ist ein feuchter Standort, denn allzu lange sollte Alchemilla nicht austrocknen. Nährstoffreicher Boden mit etwas Lehm ist ideal. Im Juni und Juli erscheinen über attraktivem Laub hellgelbe, grünlich wirkende und zahlreiche Blüten., die wie ein Wolkenflor über dem Laub schweben. Manche Arten blühen auch länger. Trotzdem wird die Pflanze oft als Blattschmuckstaude betrachtet, denn ihre gelappten Blätter wirken auch für sich allein ansprechend. Besonders schön sind sie, wenn sich darin Tautropfen sammeln. Es sind Guttationstropfen, die das Laub als überschüssiges Wasser absondert. Pflanzen Sie den Weichen Frauenmantel in Staudenbeete, Rabatten oder ans Teichufer. Auch für die Vase sind die Blüten geeignet. Schöne Partner zum Frauenmantel sind Farne und Gräser, Hosta, Bergenie oder auch Primeln. Auch als Bodendecker sind Alchemilla-Arten geeignet, denn sie breiten sich willig aus. 

Frauenmantel kann über Aussaat gezogen werden. Einfacher ist es, die Stauden zu teilen oder sich vom Nachbarn oder anderen Gartenfreunden einen Sämling zu besorgen. Alchemilla mollis sät sich gerne selbst aus. Das ist Fluch und Segen zugleich. Wer die Selbstaussaat verhindern will, muss gleich nach der Blüte zurückschneiden. Wenn Sie die ganze Pflanze bis auf den Grund zurückschneiden, so treiben die Blätter frisch aus. Diese sehen dann noch lange im Jahr sehr hübsch aus. Eventuell erscheint eine zweite Blüte.

Neben dem Weichen Frauenmantel, der auch als Großer oder Großblättriger Frauenmantel bekannt ist, werden andere Arten für den Garten empfohlen. Alpenfrauenmantel (Alchemilla alpina) ist wesentlich kleiner und sät sich nicht ganz so kräftig aus. 

Einige kleine Frauenmantel-Arten sind:
  • Alchemilla conjuncta - eine besonders schöne Sorte mit dunkelgrünen Blättern, die auf der Unterseite silberfarben behaart sind. Die Härchen stehen etwas über, so dass die Blätter von oben mit einen silbernen Rand erscheinen.
  • Alchemilla alpina Alpen-Silbermantel - polster- oder horstbildend, maximal 15 Zentimeter hoch
  • Alchemilla plicatula - der A. mollis sehr ähnlich, jedoch viel kleiner. Auch A. pentaphylla und A. elisabethae sind Miniaturausgaben der Großen Schwester.

Auf der Webseite von Pflanzenversand-Gaissmayer werden folgende sechs Arten angeboten:
  • Alchemilla epipsila - Zierlicher Frauenmantelzierlicher und kompakter als A. mollis, Blattoberseiten kahl, Unterseiten behaart, diese kleine Art ist wesentlich standfester als A. mollis, der sich nach einem Regen schnell niederlegt und sich nicht immer wieder erholt, 20 bis 30 Zentimeter hoch
  • Alchemilla caucasica - Kleiner Frauenmantelkleine Art, die langsam wächst, Blätter dicht und samtig behaart, Blattstiele rot, geeignet für sonnige Steingärten und Einfassungen, verträgt aber auch Schatten und selbst Trockenheit, kann in Balkonkästen gesetzt werden, 15 bis 20 Zentimeter hoch
  • Alchemilla faeroensis ssp. pumila - Zwerg-Frauenmantel (auch A. ellenbeckii) diese Art verdient den Namen „Zwerg“, wird einschließlich der Blüten nicht höher als 5 Zentimeter, geeignet für Pflanzschalen (als Partner von Mini- Hosta) oder an besonderen Plätzen im Steingarten
  • Alchemilla glaucens - Filziger Frauenmantel (auch Graugrüner oder Bastard-F.) dichte Behaarung der Blätter, bei uns heimisch, liebt lichte, trockene Standorte, mageren Boden, bis 20 Zentimeter hoch
  • Alchemilla hoppeana - Silber-Frauenmantelsilbrig schimmernder, zierlicher Frauenmantel (bis 15 Zentimeter), sehr hübsch im Steingarten, blüht oft bis in den Oktober
  • Alchemilla vulgaris - Gewöhnlicher Frauenmantel (auch A. xanthochlora) -  heimische Wiesenpflanze für feuchte Standorte, bekannte Heilpflanze, wie der Name verspricht besonders in der Frauenheilkunde, 30 bis 50 Zentimeter hoch

Sicher sind noch weitere Arten von Frauenmantel bekannt. Sie alle aufzuzählen ist eine Aufgabe von Botanikern. Laut Wikipedia umfasst die Gattung rund 1.000 Vertreter, 300 davon kommen in Europa vor. Die Arten ähneln sich oft so sehr, dass es schwer ist, die heimischen Arten eindeutig auseinander zu halten.

In der Volksmedizin spielen die Frauenmantel-Arten eine besondere Rolle. Die großen, sich in den Blättern sammelnden Tautropfen wurden von Alchemisten als „Himmlische Tropfen“ geschätzt. Sie verwendeten diese in der Hoffnung, den Stein der Weisen zu finden.

Botanisch weisen Alchemilla-Arten eine Besonderheit auf: sie vermehren sich ohne Befruchtung. Die Blüten weisen zwar männliche und weibliche Geschlechtsteile auf, jedoch zeigen die Pollen je nach Art verschiedene Abweichungen von normalen, so dass sich aus den Eizellen Samen entwickeln, ohne befruchtet zu werden. Man nennt dies Agamospermie, also Bildung von Samen ohne Befruchtung. Das führt dazu, dass die Nachkommen immer genau der Mutterpflanze entsprechen. Man glaubte in der Renaissance, Frauenmantel könne den Zustand der Jungfräulichkeit zurück bringen. Auch hieß es, die Pflanze würde die durch Alter oder Mutterschaft verlorene Schönheit wieder herstellen.

Egal, was davon stimmt: Frauenmantel ist reich an Gerb- und Bitterstoffen, wirkt adstringierend (zusammenziehend), entzündungshemmend, magenfreundlich, wundheilend und sedativ (Nerven beruhigend).
Das Bild oben stammt aus dem Buch "Bilder ur Nordens Flora" (1901-1905) - Danke an Wikipedia!


Welche Kräuter sind im Ricola-Bonbon?

Im echten Ricola-Kräuterzucker sind 13 Kräuter in geheim gehaltener Mischung enthalten. Es sind die magischen Dreizehn, so nennt das Unternehmen seine Mischung selbst. Dazu gehören die drei hier abgebildeten Kräuter.

Thymian

Schafgarbe

Frauenmantel
Die Bilder stammt aus dem Buch „Flora von Deutschland, Österreich und der Schweiz“ 1885. 
Dieses ist Teil der biologischen Bibliothek www.biolib.de 

Auf Pagewizz habe ich einen Artikel zum Thema geschrieben, in dem ich die 13 Kräuter kurz beschreibe. Nach und nach werde ich zu jedem ein ausführliches Pflanzenporträt veröffentlichen (hier im Blog oder auf Pagewizz). Die drei unten aufgezeigten Artikel sind auf Pagewizz veröffentlicht.



Freitag, 19. Dezember 2014

Berberitze - Berberis vulgaris

In unserem Garten steht eine Gewöhnliche Berberitze. Ich habe sie als unkomplizierten Strauch dicht neben einen hohen Sanddorn gepflanzt. Beide Sträucher haben Dornen und sollen so eine schützende Hecke bilden. Darin können sich Vögel ein Nest bauen, ohne von Nachbars Katzen gefährdet zu werden. Meine Berberitze ist eine rotblättrige, wobei sich diese im Laufe des Jahres immer mehr grün färben. Allerdings erscheinen die kleinen, gelben Blüten zu einer Zeit, wenn die Blätter noch rot sind. Das sieht wunderschön aus. Als ich meine Berberitze pflanzte, wußte ich nicht, dass der anspruchslose Strauch der Zwischenwirt für einen gefährlichen Getreidepilz ist. Hätten Sie es gewusst?

Lesen Sie mehr (mit Foto und Tipps zur Pflege):

Beliebte Berberitzen als Gefahr für Getreide?
Das Bild stammt aus dem Buch „Flora von Deutschland, Österreich und der Schweiz“ 1885. 
Dieses ist Teil der biologischen Bibliothek www.biolib.de