Freitag, 28. Februar 2014

Traubenhyazinthen - Muscari im Frühlingsgarten


Noch ist es nicht so weit, aber die Vorfreude auf die baldigen Blüten wächst mit jedem Tag.

Perl- oder auch Traubenhyazinthen gehören zu absolut pflegeleichten Zwiebelblumen. Somit können sie im Bauerngarten einen Platz unter Sträuchern oder Bäumen einnehmen, 
ohne viel Arbeit zu machen.

Mehr im Artikel auf Pagewizz: zur Pflege und verschiedenen Arten.

Mittwoch, 5. Februar 2014

Gärtnern nach dem Mond - Februar 2014

Blattfahne/ Heike Nedo
Der eine Gärtner richtet sich streng nach dem Mond, der andere ignoriert den nächtlichen Himmel und die dritten sind neugierig und wollen durch Ausprobieren einmal testen, ob etwas am Gärtnern nach dem Mond dran ist. Ich gehöre in die dritte Kategorie und möchte in diesem Jahr versuchen, das eine oder andere Datum meines Mondkalenders zu beachten. Stimmt es, dass es besser ist, Zimmerpflanzen bei Vollmond umzutopfen? Eine Nachbarin richtet sich genau danach, wann laut Mondkalender Blumen gegossen werden sollen oder nicht. Auch für die Aussaat von Wurzel-, Blatt- oder Fruchtgemüse gibt es verschiedene Daten. Es wird mir nicht gelingen, alles zu beachten. Manches soll aber sein. Ich werde es beobachten und hier berichten.

Hier erst einmal vorneweg die Daten, die laut Mondkalender 2014 im Februar für den Zimmer- und Freilandgärtner wichtig sind:

Mondregeln für den Garten im Februar 2014

  • Pflanzen nicht gießen: 8., 9., 18., 19. und 27. sowie 28. Februar
  • Pflanzen gießen: 1., 2., 10. bis 12. und 20. sowie 21. Februar
  • Pflanzen umtopfen: 15. bis 17. Februar, also zum Vollmond
  • Pflanzen düngen: 15. Februar
  • Obstbäume ausschneiden: 22. bis 24. Februar

Das sind der Jahreszeit entsprechend noch wenige Daten. Im Februar habe ich bisher noch nie Pflanzen umgetopft oder gedüngt. Die Tage sind noch so kurz, so dass (fast) alle Pflanzen unter Lichtmangel leiden. Erst mit den längeren Tagen im März wurde das Thema für mich aktuell. Da ich aber eine Blattfahne habe, deren Topf viel zu eng geworden ist, soll sie um den Vollmond herum mehr Platz bekommen. Die Tage, an denen nicht gegossen beziehungsweise gegossen werden soll, habe ich im Januar bereits beachtet. Mein Eindruck ist der, dass es den Pflanzen bekommt, nicht täglich Wasser zu erhalten. Das ist aber keine neue Erkenntnis. Vielleicht liegt der Vorteil der Mondregeln lediglich darin, dass Sie bei den Gewächsen für kurze Ruhepausen sorgen. Das meiste Zimmergrün geht bekanntlich an zu viel Wasser ein, als an zu wenig. Wenigstens laut Mond sollen die Töpfe an sechs Tagen im Februar wasserfrei bleiben. Ich werde es beachten. Den Rat, am 15. Februar zu düngen, werde ich bei meinen Orchideen beachten. 

Donnerstag, 30. Januar 2014

Bauernweisheiten zum Wetter - Februar

Wintergarten / Heike Nedo
Die milde erste Januarhälfte wurde endlich vom Winter verdrängt. Es ist frostig draußen, auf den Straßen droht Glatteis und die Felder haben sich mit einer leichten Schneedecke zugedeckt.

Laut den Bauernregeln des Monates Januar muss nun ein kalter Februar folgen. Und was sagt der Bauer im Februar?

  • Viel Nebel im Februar, viel Regen das ganze Jahr.
  • Wenn zur Lichtmesswoche (28. Januar bis 05. Februar) der Dachs seinen Schatten sieht, er nochmals fünf Wochen in seine Höhle flieht. (Maria Lichtmess = 2. Februar)
  • Gib's an Lichtmess Sonnenschein, wird es ein spätes Frühjahr sein.
  • Hat's zu Sankt Valentin (31. Januar) gefroren, ist das Wetter lang verloren. 
  • Wenn der Nordwind im Februar nicht will, kommt er sicher im April.
  • Ist die letzte Februarwoche sehr kalt, die Kälte bis Mitte März anhalt.
Das Foto zeigt die Samenstände des Roten Sonnenhutes und im Hintergrund meine Bienenbeuten. Der Schnee hat alles zugedeckt. 

Montag, 20. Januar 2014

Winterzwiebel im Bauerngarten

Blüte von Winterheckenzwiebel / H. Nedo
Winterheckenzwiebeln, auch kurz Winterzwiebeln genannt, bereichern als anspruchslose Pfleglinge schon lange meinen Garten. Vor einigen Jahren brachte ich im April einige Samen in die Erde. Sie gingen problemlos auf und wuchsen an Ort und Stelle weiter. Inzwischen haben die Lauchzwiebeln mehrfach ihren Standort gewechselt. Wenn die Horste zu groß werden, teile ich sie und pflanze die Teilstücke an neuen Plätzen wieder aus. Auch bei unseren Nachbarn wachsen inzwischen Nachkommen meiner ersten Aussaat.

Die aus Sibirien stammende Winterheckenzwiebel (Allium fistulosum) ist absolut winterhart. Das bedeutet jedoch nicht, dass man den ganzen Winter über Lauch ernten kann. Im Herbst ziehen die Schlotten ein, um sich im zeitigen Frühjahr mit neuer Kraft aus der Erde zu schieben. Die grünen Röhrenblätter treiben wesentlich früher aus als Schnittlauch. An einem geschützten, sonnigen Standort bei milder Witterung zeigen sie sich tatsächlich auch im Winter. Die vielen Bezeichnungen für diese Zwiebelart führen immer wieder zu Verwirrungen. Wer die Zwiebel mehrjährig pflegt, erntet nur das Lauch, teilt sie ab und zu und verpflanzt sie. Bei einjährigem Anbau wird die ganze Pflanze geerntet und wie eine Frühlingszwiebel verwendet. Dazu kann der Samen in Abständen je nach Klima von Februar bis April ausgesät werden. Etwa drei Monate später beginnt die Ernte. Es ist auch möglich, einen Satz der Samen im Juni in die Erde zu bringen und die kleinen Pflanzen einfach wachsen zu lassen. Sie überwintern und bringen im folgenden Jahr Frühlingszwiebeln. Ich persönlich habe tatsächlich nur einmal gesät, weiß aber, dass sich die Zwiebeln bereitwillig selbst aussamen. Die runden und sehenswerten Blütenstände ziehen Hummeln und Bienen magisch an. Daher bringe ich es nicht übers Herz, sie abzuschneiden. Um die Horste herum erscheinen dann später winzige Röhrenblättchen, die Nachkommenschaft der blühenden Zwiebeln.

Über die Ansprüche der Pflanze braucht sich der Gärtner wenig Gedanken machen. Bei mir wächst sie in magerem, brandenburger Sandboden, den ich seit mehreren Jahren versuche mit Komposterde zu verbessern. Der Vorteil dieses Bodens besteht darin, dass ich Staunässe nicht befürchten muss, selbst in feuchten Jahren. Der Nachteil ist sein magerer Nährstoffgehalt und die geringe Fähigkeit diese zu speichern. Der Winterheckenzwiebel macht es nichts aus. Sie wächst und bringt regelmäßig Lauch und Blüten hervor.



Schädlinge kennt diese Zwiebel genauso wie ihre Verwandten, unsere Speisezwiebeln Allium cepa. Das regelmäßige Umsetzen kräftigt also nicht nur die Pflanzen, sondern beugt auch dem Befall mit der Zwiebelfliege vor. Alle Zwiebeln stehen gerne mit Möhren auf einem Beet. Eine Aussaat gemeinsam mit Radieschen soll gut sein. Ich habe es noch nicht ausprobiert, kann es mir aber vorstellen.


In der Küche verwende ich das Lauch ähnlich wie Schnittlauch. Es ist aber kräftiger und mein Mann mag es nicht, wenn ich es nur in grobe Ringe schneide. In Wookgerichten möchten wir aber beide nicht auf diese Zwiebel verzichten. Gerade, wenn es mit Petersilie im Garten noch nicht so üppig ist, nutze ich die frühen Röhrenblätter gerne, um frisches Grün in die Speisen zu bringen. Ansonsten betrachte ich die Blüten als Bienennahrung und Blickfang im Gemüsegarten.

Winterzwiebel im April / H. Nedo

Samstag, 11. Januar 2014

Bauernweisheiten zum Wetter - Januar

Feldsalat - Heike Nedo
Momentan ist es so mild, dass unser Feldsalat überall wächst. Nach den unten folgenden Bauernregeln, dürfte es ein kalter Februar werden und das Jahr verspricht nicht viel Gutes. Zum Glück müssen solche Bauernregeln nicht immer stimmen, wenn sie auch nach der Naturbeobachtung unserer Vorfahren entstanden sind.

  • Lacht die Sonne im Januar im Kommen und Scheiden, so bringt das Jahr uns viele Erntefreuden.
  • Im Januar muss das Eis vor Kälte krachen, soll ein schönes Frühjahr lachen.
  • Wenn`s zur Lichtmesswoche (28.01. bis 05.02.) stürmt und tobt, der Bauer sich dieses Wetter lobt.
  • Friert es hart auf Virgilius (31.01.), im März noch viel Kälte kommen muss.
  • Ist bis zum 10. Januar der Winter recht mild, so wird der Februar recht kalt und wild.
  • Ein kalter schöner Januar bringt meistens auch ein gutes Jahr.
  • Eis und Schnee im Januar künden ein gesegnet’ Jahr.
  • Je frostiger der Januar, desto freundlicher das Jahr.
  • Januar kalt, das gefallt.

Sonntag, 29. Dezember 2013

Humusfabrik im Garten

Tausendfüßer / Heike Nedo
Ohne Humus geht es nicht. Er ist locker, krümelig, duftet nach Wald und bietet die fruchtbare Schicht, in der gesunde Pflanzen gedeihen. Nur 10 bis 30 Zentimeter dick ist sie. Oft wird angenommen, der Humus liefert die Nährstoffe für das Pflanzenwachstum. Das ist so nicht ganz richtig, denn er dient lediglich als Lieferant oder Vermittler der Nährstoffe. Milliarden unterirdische Bewohner sind für die Humusproduktion zuständig. Der Mensch selbst kann dies nicht übernehmen, er kann im Garten jedoch dafür sorgen, dass die kleinen Arbeiter im Boden optimale Bedingungen vorfinden.

Nähr- und Dauerhumus

Mit bloßem Auge sind die meisten Helfer in der Bodenschicht nicht zu sehen. Sie zersetzen durch ihre Arbeit abgestorbene Pflanzen und Kleintiere in neue Nahrung für Salate, Tomaten und Co. Bakterien, Algen, Pilze sowie winzige Wesen mit so hübschen Namen wie Glocken- oder Wimpertierchen, halten diesen Prozess aufrecht. Sichtbare Helfer sind Würmer, Asseln, Tausendfüßer, Schnecken und natürlich Regenwürmer. Alle leicht zersetzlichen Stoffe werden in Nährhumus umgewandelt. Dieser gibt Phosphor, Kali und Stickstoff frei, die über die Wurzeln unsere Pflanzen nähren. Daneben entsteht in einem länger währenden Prozess Dauerhumus aus den schwer zu zersetzenden Stoffen. Dieser Dauerhumus färbt den Boden dunkelbraun und speichert Wasser und Nährstoffe. Gleichzeit lockert er ihn. Das bedeutet er sorgt für eine gute Durchlüftung Ihres Gartenbodens.

Eine Fabrik unter der Erde

Angesichts der Millionen Arbeiter unter der Erde kann durchaus von einer Humusfabrik die Rede sein. Die in ihr tätigen Arbeiter werden ungern gestört. In der obersten, etwa fünf Zentimeter dicken Schicht, wirken die für das Grobe zuständigen Wesen. Sie zerkleinern, was ihnen zwischen die Zähne kommt, Laub, Gras, Mulch oder auch abgestorbene kleine Tierchen. Die sichtbaren Helfer brachen Sauerstoff zum Arbeiten und zusätzlich Feuchtigkeit und Wärme. Darunter, bis zu 30 Zentimeter Tiefe wirken Mikroorganismen. Sie stellen aus den bereits zerkleinerten Substanzen Nährlösungen her. Hier befindet sich die eigentliche Humusfabrik. Durch Mulchen sorgen Sie als Gärtner immer wieder für Nachschub. Und auch das ständige Bestücken des Komposthaufens gibt den Helfern immer wieder neue Arbeit. Allerdings gilt es noch mehr zu beachten. Die Mikro-Helfer sind nur aktiv, wenn die Bedingungen stimmen. Unruhe mögen sie gar nicht. Im Biogarten wird der Boden also nicht umgegraben. Damit würden die natürlich gewachsenen Schichten zerstört. Beim Umgraben gelangen die unteren Schichten nach oben. Die meisten der wertvollen Helfer sterben dort ab, so wie in die Tiefe gelangende Asseln und Würmer ebenfalls sterben. Der Prozess der Humusbildung wird durch Umgraben schmerzlich unterbrochen. Daher ist ein vorsichtiges Lockern mit der Grabegabel wesentlich besser. 


Engerling im Kompost / Heike Nedo
Warum Humus so wichtig ist


Der oben bereits erwähnte Nährhumus wird sehr schnell gebildet und von den Mikroorganismen zum großen Teil selbst genutzt. Im weiteren Prozess entsteht Dauerhumus, der die wertvollen Huminstoffe enthält. Diese sind die echten Bodenverbesserer. Sie sorgen für eine feinkrümelige Struktur. Durch die größeren Poren im Boden gelangt mehr Luft, sprich Sauerstoff, in tiefere Schichten. Gleichzeitig wird Wasser besser gespeichert und durch ihre dunkle Farbe erwärmt sich die Erde schneller. Huminstoffe lagern an ihrer Oberfläche Nährstoffe an. Diese werden in einem humusreichen Boden durch Regen nicht so schnell ausgeschwämmt.

Kräftige Pflanzen im Garten sind also auf einen gesunden Boden angewiesen. Auch wenn Sie sich nicht mit Bodenproben beschäftigen wollen, dem Humus gehört besondere Aufmerksamkeit. Jedes Jahr gehört auf die Beete eine etwa zehn Zentimeter dicke neue Schicht Humuserde. Mit diesen zehn Zentimetern sorgen Sie für 20 Zentimeter gesunde Erde. Die beste Möglichkeit, sich den kostbaren Humus selbst zu beschaffen, ist das Kompostieren.

Auch eine dünne Mulchschicht hilft / Heike Nedo


Dienstag, 17. Dezember 2013

Sturmopfer - unser Gewächshaus

Sturmopfer Xaver - Gewächshaus / H. Nedo
Unser Gewächshaus hat den letzen großen Sturm Xaver leider nicht überlebt. Damit hatte es ein kurzes Leben, nicht länger als vier Jahre. Es war nicht nur gut für unsere Tomaten und verschiedene Chilisorten, sondern auch ein Experimentierfeld zum Ausprobieren. Endlich hatte ich seit diesem Jahr Regale an den Seiten und eine einfache Bewässerungsanlage. Sie hat funktioniert, wir konnten es im Hochsommer eine Woche lang sich selbst überlassen. Das ist nun Gartengeschichte. Sturm Xaver verschonte in der Nachbarschaft und Umgebung alles, nur das Gewächshaus bot am Morgen einen traurigen Anblick. Die Seitenwände wurden flach gedrückt und das Gestell verbogen, so dass es unrettbar hinüber ist. Schade! Also werde ich die Platten nutzen, um daraus Abdeckungen für Frühbeete zu bauen. Der zeitige Frühling kann dann die ersten Saaten etwas früher aufnehmen. Es entsteht also wieder ein Bereich für neue Erfahrungen.

Die Bilder unten zeigen das Gewächshaus im Inneren vom letzen Sommer. Wir hatten noch nie eine so reichliche Chiliernte, wie in diesem Jahr. Trotzdem kommen in Kürze die ersten Samen der scharfen Exoten wieder in die Erde. Es muss auch ohne Gewächshaus gehen.