Freitag, 25. April 2014

Pferdewissen für Anfänger - über die Farben der Tiere

Sicher sind Bezeichnungen für Pferde wie Fuchs oder Rappe, Stute, Hengst oder Wallach allgemein bekannt. Dennoch sind diese Begriffe im Alltag selten verwendete Worte und so wollte ich die, mit denen die Farben der Pferde beschrieben werden, einmal zusammenfassen.

Habe auf Pagewizz also etwas über die Farben bei Pferden geschrieben.

Ein Hengst ist ein zeugungsfähiges, männlich Pferd, ein Wallach ein kastriertes Tier. Es ist also wie beim Bullen und Ochsen, einmal zeugungsfähig und einmal kastriert. Die Stute ist das weiblich Tier, Fohlen sind die jungen Pferde. Diese Begriffe haben also nichts mit den Farben zu tun, solche wie Falbe, Rappe, Brauner oder Schimmel schon. Wissen Sie, worin sich ein Brauner und ein Fuchs unterscheiden?



Reitparade - © Heike Nedo

Donnerstag, 24. April 2014

Bitterwurz für trockenen Standort

Bitterwurz oder Porzellanröschen - © Heike Nedo

Ich habe mir keinen Steingarten angelegt, gärtnere aber auf sandigem, trockenen Boden und pflanze daher gerne Arten, die schon anhand ihrer fleischigen Blätter als trockenheitsverträglich  zu erkennen sind. Vor kurzem stieß ich in einer kleinen Gärtnerei auf eine Bitterwurz. Zuvor kannte ich die Pflanze nicht. Nun darf sie bei mir wachsen und ich hoffe, sie bleibt mir treu. 

Ich vermute, es ist eine Gewöhnliche Bitterwurz (Lewisia cotyledon). Zur Gattung Bitterwurz (Lewisia) gehören 17 Arten, die ausschließlich im Norden Amerikas und dort im Gebirge zu finden sind. Sie sind frosthart, mehrjährig und bilden eine Pfahlwurzel oder eine knollige Wurzel. Typisch sind fleischige Blätter, die eine Rosette bilden, bei manchen Arten aber auch um einen Stiel angeordnet sind. 

Meine Pflanze hat eine Pfahlwurzel, eine kräftige Blattrosette und aus dieser wachsen mehrere traubige Blütenstände hervor. Die rosa Blüten sind ein hübscher Blickfang und haben mich zum Kauf verführt. Die Pflanze ist auch als Porzellanröschen bekannt. Dieser Name passt meiner Meinung nach besser als Bitterwurz. Laut Auskunft der Gärtnerin werden sich seitlich Tochterrosetten bilden. Sie soll aber auch durch Blattstecklinge zu vermehren sein. Die Gärtnerin empfahl mir, im Winter für etwas Schutz zu sorgen. Allerdings verträgt eine Bitterwurz keine Staunässe. Sie ist zwar nicht ganz so sukkulent wie unsere Hauswurzarten, muss aber auch so wie diese zwischen den Wassergaben gut abtrocknen können. Der Winterschutz darf also nicht dazu führen, dass die Pflanze durch Nässe beginnt zu faulen. Der Boden sollte mineralisch sein, kalkarm und auf keinen Fall ständig feucht.

Ich habe im Internet gesehen, dass einige Pflanzenfreunde ihre Bitterwurz in Töpfen pflegen. Bei mir kam sie einfach in den märkischen Sand, dorthin, wo erst einmal alles hinkommt, was ich genauer beobachten möchte. Es gibt wie bei allen Zierpflanzen verschiedene Züchtungen. Die Blüte ist also nicht immer rosa. Die Farben Rot, Orange und Weiß sind ebenso möglich. Ich werde sehen, wie sich der Neuankömmling in meinem Garten entwickelt und später darüber berichten.


Zuletzt: im Volksmund wird auch der Gelbe Enzian (Gentiana lutea), eine Alpengebirgspflanze, als Bitterwurz bezeichnet. Wie der Name verrät, wird die bittere Wurzel als Hilfe bei Verdauungsbeschwerden verwendet. Auch diese Pflanze kann gut im eigenen Garten wachsen. In der freien Natur steht sie unter Naturschutz, ist aber nicht selten zu finden. Im Garten liebt diese Bitterwurz einen kalkhaltigen, gut durchlässigen Boden. Die Wurzel wird besonders kräftig in einem tiefgründigen, lockeren Untergrund. Gelber Enzian ist nur etwas für geduldige Gärtner. Wer eine kleine Pflanze kauft, muss eventuell bis zu zehn Jahren warten, um die erste Blüte zu erleben. Dafür kann die Pflanze aber auch bis zu 60 Jahre alt werden. (Quelle: heilkräuter.de)



Neben der Bitterwurz sind auch Mahonie und Lungenkraut schöne Frühjahrsblüher, ebenso die Gewöhnliche Küchenschelle (Artikel hier im Blog). 

Auf Pagewizz habe ich weitere Artikel zum Thema Garten veröffentlicht, so wie diesen über Traubenhyazinthen

Montag, 21. April 2014

Sports bei Pflanzen - was ist das?

Es gibt Mutationen an Pflanzen, die sich nicht nur in den Erbanlagen bilden, sondern auch an einzelnen Trieben einer ausgewachsenen Pflanze. So bilden Apfelbäume manchmal Sprosse, die sich deutlich von der Mutterpflanze unterscheiden. Auch bei der beliebten Zierpflanze Hosta ist die Bildung von Sports häufig zu beobachten. Wenn der Gärtner diese weiter vermehrt, erhält er eventuell eine neue Sorte. 

Aus der Apfelsorte Cripps Pink entstanden durch Pfropfen solcher durch somatische Mutation veränderten Triebe neue Sorten. Sie zeichnen sich meistens durch eine kräftigere Färbung der Schale aus oder durch eine kürzere Reifezeit der Früchte als beim Mutterbaum.

Bei der genetisch recht instabilen Hosta können sich an einer Pflanze Triebe bilden, die eine völlig andere Panaschierung als die Mutterpflanze haben. Dies ist dann ein Sport. Wenn er Wurzeln gebildet hat, lässt sich daraus eventuell eine neue Hosta-Sorte bilden. Laut Wikipedia sollen 40 Prozent der neuen Hosta-Sorten aus solchen Sports entstanden sein. 


Sports an Pflanzen sind also durch Mutation veränderte Triebe an Mutterpflanzen, die der Gärtner weiter kultiviert, vermehrt und als Grundlage für neue Sorten selektiert. 

Samstag, 19. April 2014

Osterspaziergang von Goethe



Blüten einer Magnolie vor gelber Forsythie - © Heike Nedo

Ich wünsche allen Lesern ein frohes Osterfest!



Johann Wolfgang von Goethe
Osterspaziergang

Vom Eise befreit sind Strom und Bäche,
Durch des Frühlings holden, belebenden Blick,
Im Tale grünet Hoffnungs-Glück;
Der alte Winter, in seiner Schwäche,
Zog sich in rauhe Berge zurück.

Von dorther sendet er, fliehend, nur
Ohnmächtige Schauer körnigen Eises
In Streifen über die grünende Flur;
Aber die Sonne duldet kein Weisses,
Überall regt sich Bildung und Streben,
Alles will sie mit Farben beleben;
Doch an Blumen fehlts im Revier,
Sie nimmt geputzte Menschen dafür.

Kehre dich um, von diesen Höhen
Nach der Stadt zurück zu sehen.
Aus dem hohlen finstern Tor
Dring ein buntes Gewimmel hervor.
Jeder sonnt sich heute so gern.
Sie feiern die Auferstehung des Herrn,
Denn sie sind selber auferstanden,
Aus niedriger Häuser dumpfen Gemächern,
Aus Handwerks- und Gewerbes Banden,
Aus dem Druck von Giebeln und Dächern,
Aus Strassen quetschender Enge,
Aus der Kirchen ehrwürdiger Nacht
Sind sie alle ans Licht gebracht.

Sieh nur sieh! wie behend sich die Menge
Durch die Gärten und Felder zerschlägt,
Wie der Fluss, in Breit' und Länge,
So manchen lustigen Nachen bewegt,
Und, bis zum Sinken überladen
Entfernt sich dieser letzte Kahn.
Selbst von des Berges fernen Pfaden
Blinken uns farbige Kleider an.

Ich höre schon des Dorfs Getümmel,
Hier ist des Volkes wahrer Himmel,
Zufrieden jauchzet gross und klein:
Hier bin ich Mensch, hier darf ich sein.



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Heute, den 25. April, ist Ostern längst vorbei. Trotzdem hängen noch viele bunte Eier an Bäumen und Sträuchern Daher möchte ich unsere am Karfreitag bemalten Ostereier hier auch einmal zeigen.

© Heike Nedo

Mittwoch, 16. April 2014

Mein Utensilo auf Dawanda

Habe das kleine Utensil aus der YouTube-Anleitung nachgenäht. Es ist nicht mein erstes Utensil. Die anderen sind jedoch ohne Anleitung gefertigt. Da wußte ich nicht, wohin mit den Ecken. Nun weiß ich, sie werden einfach abgeschnitten und es geht ganz einfach. Zum Garten- und Landleben gehören für mich schöne selbst gemachte Dinge, die Spaß machen: beim Herstellen und natürlich auch beim Benutzen. Vielleicht braucht noch jemand so ein Utensilo, um einige Samentütchen aufzubewahren?

Mahonie - immergrüner Frühjahrsblüher

Blühende Mahonie - © Heike Nedo
Zur Pflanzengattung Mahonia gehören weltweit rund 400 Arten. In unseren Gärten, Parkanlagen und inzwischen auch verwildert wächst (fast) immer die Gewöhnliche Mahonie (Mahonia aquifolium). Der lateinische Begriff aquifolium weist auf die Spitzen an den Blatträndern hin. Es sind kleine Stachelzähnchen, die typisch für die immergrünen, ledigen Blätter sind. Im Garten fällt die Mahonie im zeitigen Frühjahr durch ihre gelben Blütenbüschel auf. Sie locken im April zahlreiche Insekten an. Später. 

Ab August entwickeln sich daraus kleine, blaue Beeren. Sie sind wie Pflaumen etwas bemehlt und können gegessen werden. Allerdings verführen die sehr sauren Früchte nicht zum Naschen. In großen Mengen verzehrt würden sie auch zu Brechdurchfall führen. In früheren Zeiten, kochte man aus den vitaminreichen Beeren dennoch Marmelade oder Gelee. Ein Teeaufguss aus der Wurzel, beziehungsweise Wurzelrinde gilt als verdauungsfördernd, nierenstärkend und kräftigend. Laut heilkräuter.de soll die Wurzelrinde in einer Salbe verarbeitet sogar gegen Schuppenflechte helfen. 

Die völlig unkomplizierten Sträucher verdienen als Ziergehölze im Garten mehr Aufmerksamkeit. Nicht nur Blüte und Beeren sind ein schöner Schmuck. Auch die glänzenden Blätter ergeben als Hintergrund im kleinen Staudenbeet einen schönen Kontrast zu farbenfrohen Sommerblumen. Im Herbst kann sich das Laub auch rötlich färben. Es bleibt über Winter am Strauch. Botanisch betrachtet sind Mahonien mit Berberitzen verwandt. Auch diese Sträucher gelten als pflegeleicht und unkompliziert. 


Eine Mahonie wächst langsam, etwa 20 Zentimeter pro Jahr und wird etwa einen Meter hoch und breit. Sie vermehren sich durch Aussamen, lassen sich selbst jedoch leichter durch Stecklinge ziehen. Dafür schneiden Sie im Sommer etwa 20 Zentimeter lange Stecklinge und setzen diese halbschattig in einen feuchten Boden. An den endgültigen Standort stellen die Sträucher wenig Ansprüche. Der Boden darf ruhig etwas trocken sein,  zusätzliche Düngung ist nicht notwendig. Lediglich volle Sonne mögen die Pflanzen nicht. Krankheiten sind nicht bekannt. Die Robustheit der Gewöhnlichen Mahonie und deren Neigung sich selbst auszusamen führten dazu, dass die Pflanzen inzwischen häufig verwildert wachsen. Ihre Heimat ist Nordamerika.


Die Gattung Mahonia erhielt ihren Namen zu Ehren des irischen Gärtners Bernhard M’Mahon (1775 bis 1816). Er verlies als politischer Flüchtling sein Land und wirkte ab 1796 in Philadelphia. Hier war sein gärtnerisches Wissen sehr gefragt. Er gründete zunächst ein Geschäft für Sämereien, bot dann rund 800 Pflanzen per Katalog an, baute Gewächshäuser, betrieb eine Fachbuchhandlung und traf sich mit Botanikern, die zur damaligen Zeit Rang und Namen hatten. Mit Benjamin Smith Barton (1766 bis 1815), der das erste amerikanische Lehrbuch zur Botanik veröffentlichte, erteilte Mahon Unterricht im Gartenbau an einer Eliteschule für Bürgerstöchter. 1908 legte Mahon seinen privaten Botanischen Garten „Upsal“ an. Als enger Freund des amerikanischen Präsidenten Thomas Jefferson beriet er diesen in allen Fragen rund um den Gartenbau. Als Dank dafür durfte Mahon die botanische Ausbeute der bedeutenden Expedition Lewis und Clark entlang der Pazifikküste  (1804 bis 1806) auswerten. Mahon kultivierte im Ergebnis daraus zahlreiche, der Wissenschaft bis dahin unbekannte Pflanzen, wie zum Beispiel unsere beliebte Gold-Johannisbeere (Ribes aureum) und die Schneebeere (Symphoricarpus albus).

Dienstag, 1. April 2014

Selber nähen für Garten und Haus

Obwohl mir nicht viel Zeit zum Nähen bleibt, juckt es mich ab und zu in den Fingern, etwas eigenes herzustellen. Schöne Stoffe liegen ausreichend bereit, zumal man für viele kleine Dinge nicht viel benötigt. Herne verwende ich auch ausrangierte Kleidung, Hemden, Blusen, Röcke, Kissen, Bettwäsche, Handtücher und Stoffreste, die noch OK sind. Auf YouTube bin ich auf ein Video gestoßen, in dem gezeigt wird, wie man bei einem einfachen Schlampermäppchen einen innenliegenden Reißverschluss näht.





Für solche nützlichen Kleinigkeiten reicht mir der Stoff eines alten Hemdes oder einer Hose. Schöne Stoffe gibt es aber auch hier: stoffe.de und hier stoffkontor.eu.

Anregungen und Schnitte finden sich in allen Varianten  bei Burda

Und gleich noch etwas zum Nachnähen, ein Untensilo, in dem sich viel Kleinkram aufbewahren lässt.




Hier gibt es eine gut beschriebene Anleitung, wie man die Stoffmenge für ein größeres Utensilo nach eigenen Wünschen berechnet: Größe selbst berechnen (auch von Conga Bären)

Für alle Anleitungen zum Utensilo danke ich Gabriele von Conga Baeren!