Freitag, 30. August 2013

Kokardenblume - Staude für den Bauerngarten


Die Kokardenblume passt zum Bauerngarten
Alle Galliarda-Hybriden, wie Kakardenblumen wissenschaftlich genannt werden, sind unkomplizierte Stauden, die jedes Jahr neu erscheinen. Bei mir im Garten sehen sie oft etwas struppig aus, da die schlanken Blumenstängel nicht von alleine aufrecht stehen. Vielleicht sollte ich sie besser stützen. Aber die Blütenfülle leuchtet von Weitem und macht Freude. Nicht nur ich mag sie, sondern auch Schmetterlinge, Bienen, Hummeln und andere Insekten. 

Meine Kokardenblumen wachsen bereits seit mehreren Jahren am gleichen Ort, einmal im Halbschatten vor dem Gewächshaus und einmal in der Sonne, wo sie etwas verwildert vor sich hin wuchern. Die orange-braunen Blüten erscheinen den ganzen Sommer über und sehen auch in der Vase schön aus. Der Boden kann ruhig nährstoffreich, humos sein und nicht zu trocken. Im Herbst werden die langen Triebe kräftig eingekürzt. Mein Gartenbuch ist der Meinung, die Staude benötigt in rauen Lagen einen Winterschutz. Das kann ich nicht bestätigen. Bei mir wächst sie an einem windigen Platz ohne jeglichen Schutz und streckt jedes Frühjahr wieder neu ihr Grün gen Himmel.


Die dünnen Stängel fallen leicht um - schön ist die Kokarde trotzdem.

Farbenfrohe Zinnien im Garten




Zinnien im Garten
Farbenfrohe Zinnie - dankbare Schnittblumen 

Ich habe in diesem Jahr erstmals Zinnien ausgesät und bin überrascht, dass sie mir so sehr gefallen. In der Vase stehen die Schnittblumen lange und durch der Rückschnitt bilden sich bald wieder neue Blüten. Die zu den Karbblütengewächsen zählenden Pflanzen wachsen einjährig und müssen daher jedes Jahr neu ausgesät werden. Da ihre Wurzeln empfindlich sind, sät man laut meinem Gartenbuch am besten im Mai dort aus, wo sie wachsen sollen. Ich habe die zweite Variante gewählt und die kleinen Samen bereits im März auf der Fensterbank in die Erde gebracht. Das Pikieren haben die Mini-Pflanzen gut vertragen und dann kamen sie mit einem kräftigen Wurzelballen direkt aus dem Topf ins Beet.

Bei Zinnien sind gefüllte und ungefüllte Sorten verbreitet. Es gibt kleine, die nur 30 Zentimeter hoch werden und solche, die als Riesen einen Stab als Stütze benötigen. Die niedrigen Züchtungen eignen sich gut als Beeteinfassung.

Damit Zinnien sich gut entwickeln, dürfen sie nicht zu feucht stehen. Bei zu dichter Pflanzung trocknen sie schlecht ab und faulen leicht. Auch Mehltau macht sich dann breit. Setzen Sie Ihre Zinnien also luftig und besonders sonnig in den Garten, dann erweisen sie sich als dankbare Schnitt- und Zierblumen. Für einen reichen Blütenflor ist sicher etwas Dünger hilfreich. Bei mir blühen sie aber auch in magerem brandenburger Sand. Ich habe sie mit Nährstoffen also nicht verwöhnt.

Bei mir wächst eine einfache Zinnienmischung aus dem Handel, dennoch nenne hier aber einige Sorten:
  • Chippendale  - tiefrot und halbgefüllt, Blattspitzen goldgelb
  • Rose Pinwheel - anfangs rosa, später nachdunkelnd, halbgefüllt
  • Thumberlina - wird nur 15 Zentimeter hoch!
  • Peppermint Sticker, Scabious Flowered und Lilliput Mixed sind gute Schnittblumen

Mit wissenschaftlichem Namen sind Zinnia elegans, Zinnia angustifolia und andere bekannt. Die Gattung Zinnia umfasst etwa 20 Arten. Es gibt zahlreiche Züchtungen (Hybriden). Die Heimat der farbenfrohen Sommerblüher ist Mexiko. Wie viele andere unserer Gartenpflanzen kam sie erst nach der Entdeckung Amerikas nach Europa, hat als leicht zu pflegende Art die europäischen Gärtner jedoch schnell überzeugt.


Zinnien - gefüllt / halbgefüllt

Mittendrin als Farbtupfer

Orangefarbene Zinnie

Wunderschön in der Vase

Dienstag, 20. August 2013

Chili aus dem eigenen Garten

Chili im Gewächshaus
Im Bauerngarten des Mittelalters hat Chili sicher noch keine Rolle gespielt. Heute dagegen hat die Pflanze viele Liebhaber. Wir säen die Samen bereits Ende Januar aus. Da sie zum Keimen Wärme benötigen, stehen die Schalen anfangs direkt auf der Heizung. Die Schwierigkeit besteht darin, sie nie austrocknen zu lassen. Die winzigen Pflänzchen werden im Februar pikiert und stehen dann auf dem Fensterbrett in der Südseite. Ab Mai dürfen sie umziehen in unser Gewächshaus. Da wir immer zu viele Pflanzen haben, werden einige verschenkt. Diese gedeihen dort auch direkt im Freien, natürlich geschützt und sonnig.

Inzwischen wachsen bei uns verschiedene Sorten. Auf dem Staudenmarkt in Berlin habe ich eine schwarze Chili als Pflanze gekauft. Sie fühlt sich bei uns wohl. Der Markt in Groningen bescherte uns super scharfe, kleine Chilifrüchte, deren Samen willig keimten. So haben wir es auch mit anderen Schoten und auch Tomaten aus dem Handel gemacht. Samen von Früchten, die gefallen, heben wir auf und bringen sie in Erde. Manches gelingt, manches nicht. Aber dunkle Tomaten und kleine, länglich geformte Rispentomaten und auch ganz lange, rote Chilis haben über diesen Weg Einzug in unseren Garten gefunden.


Chiliblüte

schwarze Chili

super scharfe Chilischoten
Auszug aus dem nebenstehenden Kräuterbuch:

Chili dürfte das wohl am weitesten verbreitete Gewürz der Welt sein, obwohl es erst im 16. Jahrhundert durch die Spanier nach Europa kam. Christoph Kolumbus brachte die scharfe Schote mit nach Europa. Er war auf der Suche nach Pfeffer und fand Chili. Chili ist das aztekische Wort für Pfefferschote. Von Spanien kam sie nach Afrika, Indien und in den Orient. Die Pflanze (Capsicum fructens) wächst strauchartig, ausdauernd und kann bis zu zwei Metern hoch werden. Als Chili sind die meist roten , länglichen, der Paprika ähnlichen aber kleineren Schoten bekannt, die botanisch eigentlich eine Beere sind. Sie können auch orange, gelb, braun, lila oder schwarz sein. Es gibt unzählige Arten, die sehr unterschiedlich scharf sind. Die Skala der Schärfe reicht von eins bis zehn. Die schärfsten Chilischoten sind Uganda- und Mombasa-Chilis. Mexikanischer Ancho ist dagegen ein mildes, dunkles Chili. Grüne, unreife Chilis sind generell milder, ebenso Chilischoten ohne die inneren Samen. Im Handel sind frische, getrocknete und eingelegte Chilis zu haben. Auch Trockenflocken und Pulver ist erhältlich. Beim Verarbeiten der Chilis sollten Sie nicht mit den Händen in die Augen geraten. Das Gewürz kann frisch gehackt oder auch als Pulver in die Gerichte gegeben werden. Wenn Sie eine ganze Schote verwenden, können Sie diese aus dem Gericht entfernen, wenn die gewünschte Schärfe erreicht ist.

Verwendet wird Chili in der indischen Küche für verschiedene Currymischungen und in der mexikanischen für Soßen, zahlreiche Gerichte sowie das bekannte Chili con Carne. Chili ist Bestandteil bedeutender Gewürzmischungen wie Harrissa. Die feurig scharfe Tabasco-Soße klingt mexikanisch, ist aber die Erfindung eines amerikanischen Südstaatlers. In der Mittelmeerregion werden mit Chili gerne scharfe Fischsuppen zubereitet. Gerade in den tropischen Regionen ist die Schote aus praktischen Gründen begehrt, denn durch seine antibakterielle Wirkung verderben die Speisen nicht so schnell. Der Stoff, welcher für die feurige Schärfe verantwortlich ist, heißt Capsaicin. Er steigert die Speichelbildung bis zu einem Zehnfachen, regt die Durchblutung im gesamten Bauchraum an und tötet Krankheitserreger im Darm. Chili beeinflusst den gesamten Kreislauf und das Herz zum Positiven.


Tipps für das Verarbeiten von Habaneros - Artikel auf Helpster

Montag, 5. August 2013

Pavillon im Garten - Schmuckstück mit Stil

Geschlossener Metallpavillon
Ein fest integrierter Gartenpavillon, egal ob aus Holz oder Metall, bietet Ihnen viele Vorteile. Anders als ein schnell gegen Regen- und Wind aufgestelltes Partyzelt, lädt ein Pavillon auf Dauer zum Verweilen ein. Umrankt mit Rosen wird ein solches Plätzchen oft zum liebsten Rückzugsort, in dem Sie sowohl im kühlen Schatten als auch geschützt vor frischen Wind lesen oder träumen können. Hier ist Platz für gemütliche Familienabende oder ein Dinner zu zweit.


Romantisch oder modern - und praktisch soll es auch noch sein

Schon mit wenigen Mitteln können Sie sich ein Gerüst für einen Pavillon selbst bauen. Kombiniert mit einfachen Stoffbahnen sorgt auch diese einfache Lösung für Schatten und Schutz vor kurzen Regenschauern. Soll der Ort jedoch dauerhaft von der ersten Frühlingssonne über hochsommerliche Hitze bis zur Halloweenparty genutzt werden, lohnt es sich, über eine stabile Investition nachzudenken. Holz oder Metall? Rund oder eckig? Romantisch, gemütlich klein oder großzügig komfortabel und im modernen Design? Soll es edel oder eher rustikal wirken? Mögen Sie es lieber klassisch? Selbst als Freund des Jugendstils werden Sie bei den Anbietern von Gartenpavillons das richtige Modell für sich finden. Ihre Wünsche, der Standort und natürlich auch die finanziellen Möglichkeiten bestimmen, wie der Platz im Garten gestaltet wird. Rustikale Holzbauten oder filigrane Metallkonstruktionen lassen keine Wünsche offen. Überlegen Sie genau, was Ihnen wichtig ist. Pavillons gibt es als offene oder geschlossene Varianten. In einem offenen Gartenhaus sitzen Sie näher an der Natur, eine geschlossene Variante kann im Winter zusätzlich Schutz für empfindliche Gewächse bieten. Ausgestattet mit einer Heizung bleibt der Pavillon fast das ganze Jahr über nutzbar. Die Größe bestimmt, für wie viele Personen Platz ist und ob eventuell häufig benutzte Gegenstände darin untergebracht werden können. Auch Sitzkissen, Decken, Kerzen oder andere Dinge wollen gut verstaut sein. Nehmen Sie sich für die Planung eines Gartenpavillons Zeit, denn fest integriert, bestimmt der Bau das Bild Ihres Gartens für viele Jahre.


Verträumter Rückzugsort

Individuell gestaltet


Gartenpavillon mit Dach, Holz oder Metall?

Nicht nur Größe und Aussehen wollen mit Bedacht gewählt werden. Für viele stellt sich die Frage, was besser ist: Holz oder Metall? Beides bringt Vor- und auch Nachteile mit sich. Beides bietet  beinahe unbegrenzte Gestaltungsmöglichkeiten. Das warme Material Holz strahlt von Natur aus Gemütlichkeit aus, wirkt oft rustikal-ländlich und passt gut dorthin, wo bereits viel mit Holz gestaltet wurde. Das Material benötigt jedoch regelmäßig Pflege. Wenn Sie es gerne farbig mögen, muss der Farbanstrich immer wieder erneuert werden. Farblich pulverbeschichtetes Metall macht diese Arbeit überflüssig. Aber Metall wirkt kalt? Das ist ein Irrtum. Auch solche Pavillons können gemütlich und romantisch wirken. Besonders in Kombination mit Glas bringen verschnörkelte Elemente ein verspieltes Dornröschenflair in Ihren Garten. Filigrane Lösungen aus Metall wirken luftig und großzügig. Sie können als Rankpavillon mediterranes Feeling in den Garten bringen. Ob rund, sechs- oder achteckig ist egal, eine grüne Weinlaube ist immer ein beliebter Ort zum Verweilen. Große Lösungen eignen sich gut für parkähnliche Gärten sowie als Gestaltungselement vor Restaurants und im öffentlichen Raum. Ganz privat bleibt es jedoch Ihre Entscheidung: modernes Design, Jugendstil oder anders, sowohl Holz als auch Metall sind geeignet für den Gartentraum. Ganz allgemein lässt sich zusammenfassen, dass ein Pavillon aus Metall oft nicht so kompakt wirkt, wie ein solcher aus Holz. Metall, besonders verzinkt und / oder pulverbeschichtet ist sehr langlebig. Ob das für einen Holzpavillon zutrifft, hängt sehr von der Qualität des Holzes ab. Auch Lärchenholz kann über viele Jahre ohne Pflege auskommen, vorausgesetzt es wurde solide verarbeitet.

Gestaltungsideen für offene Lösungen

Es wurde bereits erwähnt: ein Pavillon kann offen oder geschlossen sein. Offene Varianten sind oft mit Rankgittern versehen. Je nach Pflanzenart ergeben sich daraus dichte Blätterlauben, exotische Erinnerungen an das Mittelmeer oder romantische Rosenparadiese a la Dornröschen. Mit der richtigen Rosenauswahl lassen sich selbst größere Modelle beranken. Der einfachblühende Rambler „Phillips Kifsgate“ mit duftenden, weißen Blüten klettert zwischen acht bis zehn Meter hoch. Kombinieren Sie Ihre Rosen mit Waldreben. Wenn Sie oft abends im Freien bei Mondschein sitzen, pflanzen Sie in die Nähe weißblühende Gewächse. Bis spät in die Nacht hinein leuchtet die Farbe Weiß. Blaue Blüten dagegen, wie die von Lavendel und Rittersporn, verschwinden schnell als Grau in der Dämmerung. Wollen Sie von Ihrem Pavillon etwas ernten? Dann wählen Sie helle und rote Weintrauben oder Bayernkiwis. Gut sieht so ein beranktes Gartenhaus jedoch nur aus, wenn sich die Pflanzen daran optimal entwickeln. Die Pflege dieser Pracht will also mit bedacht sein. Regelmäßiges Gießen, zurückschneiden, düngen, anbinden und aussäubern von Verblühtem erfordern Zeit. Wichtig bei der Gestaltung ist es, darauf zu achten, dass der Pavillon auch im Winter ein schöner Blickfang ist. Das gilt besonders für geschlossene Häuser, die gerade in der vegetationsarmen Zeit mehr auffallen als offene.

Buntglas im Metallrahmen
Geschlossener Metallpavillon im Jugendstil

Etwas Nostalgie steckt wohl in jedem Gartenhäuschen. Hier ist er, der stille Ort, an den Sie sich zurückziehen, der vielleicht Erinnerungen an frühere Zeiten weckt und den so viele mit Romantik verbinden. Buntes Glas im Metallrahmen, Türen und Fenster mit Sprossen und Ornamente wie aus alten Zeiten sind das Besondere dieser geschlossenen Gartenhäuser. Wer kommt da nicht ins Schwelgen? Solche Pavillons gibt es nicht nur als selten erhaltene, leider oft vergessene Schmuckstücke im Garten einer alten Villa. Auch heute noch werden Jugendstil-Pavillons angefertigt. Italienische Scheiben mit Blumenmuster oder mundgeblasenes, farbiges Glas sind sicher nicht für jeden Geldbeutel geeignet, aber es gibt sie noch, diese handgefertigten Paradiese im Garten. Ein Unternehmen im Schwäbisch-fränkischen Wald übernahm im Jahr 1995 die Restaurierung eines Pavillons aus dem Jahr 1902. Seit dem ist der Metallbauer vom Virus dieser nostalgischen Gartenhäuschen befallen. Dabei schließen sich praktische Lösungen und altes Design nicht aus. Ein Baukastensystem macht es möglich, diese traditionellen Pavillons individuell zu gestalten. Es ist Luxus, sich ein solches Paradies zu schaffen. Gut, dass es vielfältige Möglichkeiten gibt. Es ist wie beim Auto, die einen wählen den Porsche, andere die kleinere Marke. Die Hersteller selbst passen sich den Kunden an. Für das Glück innerhalb dessen, ist jeder allein zuständig.